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	<title>Comments on: Journalistische Qualität in Österreich: Ja/Nein&#8230;oder doch Enthaltung</title>
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	<description>Ich schreibe über Politik.</description>
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		<title>By: linzfranz</title>
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		<dc:creator>linzfranz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Aug 2012 15:01:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dieser &quot;Hr. Köfer&quot; würde auch seine Mutter verkaufen, sagt man in Spittal. Der war immer nur scharf auf´s Geld, ein richtiges &quot;Gesinnungsschwein&quot; Wenn es aber um Käuflichkeit geht, dann kann man ja auch sagen, diese Eigenschaft hat ja schon viel früher auch der Grasser gezeigt. Auch er war damals schon vor seiner Finanzerzeit, im Frohndienst des Hr. Strohsack. Die Parteien wären endlich aufgefordert, Tacheles zu reden und den Wählern echten, reinen Wein einzuschenken. Auf Dauer kann sich Österreich nicht leisten, ständig durch korrupte Politiker und Wirtschaftsbosse in den negativen Schlagzeilen dieser Welt zu stehen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser &#8220;Hr. Köfer&#8221; würde auch seine Mutter verkaufen, sagt man in Spittal. Der war immer nur scharf auf´s Geld, ein richtiges &#8220;Gesinnungsschwein&#8221; Wenn es aber um Käuflichkeit geht, dann kann man ja auch sagen, diese Eigenschaft hat ja schon viel früher auch der Grasser gezeigt. Auch er war damals schon vor seiner Finanzerzeit, im Frohndienst des Hr. Strohsack. Die Parteien wären endlich aufgefordert, Tacheles zu reden und den Wählern echten, reinen Wein einzuschenken. Auf Dauer kann sich Österreich nicht leisten, ständig durch korrupte Politiker und Wirtschaftsbosse in den negativen Schlagzeilen dieser Welt zu stehen.</p>
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		<title>By: sw</title>
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		<dc:creator>sw</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2012 07:38:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bin auch der Meinung, es handelt sich um eine systemimmanente Entwicklung, nur würde ich sie nicht allein an gewinnsüchtigen Verlegern festmachen. Die Ursachen sind viel weitgreifender. Beginnend bei PR-Maschinerien und Lobbyisten, die einzig die Meinung ihrer Auftraggeber als allein wahr durchdrücken wollen - selbst im wording jede Silbe bestimmen wollen - über Regierungsparteien, die zehnmal mehr (Steuer)Geld für gefügige Medien ausgeben als für eine unabhängige Presseförderung bis hin zu Gewerkschaften, die ihre eigenen Mitglieder knebeln. Gratismedien, Anzeigenblätter, Bürgerreporter und Internet sind nur Symptome dieser Entwicklung. 
Dazu kommt noch die Informationsüberflutung. Viele Menschen wollen oder können sich selbständig keine Meinung mehr bilden, sei es aus Zeitmangel oder fehlender Kompetenz. Es bleibt die Hoffnung auf eine Gegenbewegung zugunsten eines verantwortungsvollen Journalismus. Die Fellners und Dichands werden es nicht sein.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bin auch der Meinung, es handelt sich um eine systemimmanente Entwicklung, nur würde ich sie nicht allein an gewinnsüchtigen Verlegern festmachen. Die Ursachen sind viel weitgreifender. Beginnend bei PR-Maschinerien und Lobbyisten, die einzig die Meinung ihrer Auftraggeber als allein wahr durchdrücken wollen &#8211; selbst im wording jede Silbe bestimmen wollen &#8211; über Regierungsparteien, die zehnmal mehr (Steuer)Geld für gefügige Medien ausgeben als für eine unabhängige Presseförderung bis hin zu Gewerkschaften, die ihre eigenen Mitglieder knebeln. Gratismedien, Anzeigenblätter, Bürgerreporter und Internet sind nur Symptome dieser Entwicklung.<br />
Dazu kommt noch die Informationsüberflutung. Viele Menschen wollen oder können sich selbständig keine Meinung mehr bilden, sei es aus Zeitmangel oder fehlender Kompetenz. Es bleibt die Hoffnung auf eine Gegenbewegung zugunsten eines verantwortungsvollen Journalismus. Die Fellners und Dichands werden es nicht sein.</p>
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		<title>By: Hörempfehlung: Schlacht um Lauers Büro &#124; unit for geekness [extinct in the wild]</title>
		<link>http://www.reimon.net/2012/08/20/journalistische-qualitat-in-osterreich-janein-oder-doch-enthaltung/comment-page-1/#comment-15963</link>
		<dc:creator>Hörempfehlung: Schlacht um Lauers Büro &#124; unit for geekness [extinct in the wild]</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2012 12:19:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] der &#8220;journalistischen Kultur&#8221; einhergehen. Heut morgen nach dem Aufstehen kam mir  das da  unter die Augen. Das ist das perfekte Beispiel dafür, wie kaputt unser System ist (jaja, das ist [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] der &#8220;journalistischen Kultur&#8221; einhergehen. Heut morgen nach dem Aufstehen kam mir  das da  unter die Augen. Das ist das perfekte Beispiel dafür, wie kaputt unser System ist (jaja, das ist [...]</p>
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		<title>By: Michel Reimon</title>
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		<dc:creator>Michel Reimon</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 12:32:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[er meint damit, dass er dem tagespunkt davor, der verfassungsänderung, nicht zugestimmt habe. reine augenauswischerei.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>er meint damit, dass er dem tagespunkt davor, der verfassungsänderung, nicht zugestimmt habe. reine augenauswischerei.</p>
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		<title>By: albert steinhauser</title>
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		<dc:creator>albert steinhauser</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 12:02:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Also Köfer hat nicht nur dem ESM zugestimmt, er kann auch nicht wegen eines Unterpunktespunktes - so seine Darstellung - irgendwann &quot;sitzengeblieben&quot; sein. Warum? Weil Staatsverträge im Ganzen abgestimmt werden.
Köfer hat vielleicht seine Faust in der Tasche geballt, aber mit Sicherheit dem ESM zugestimmt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also Köfer hat nicht nur dem ESM zugestimmt, er kann auch nicht wegen eines Unterpunktespunktes &#8211; so seine Darstellung &#8211; irgendwann &#8220;sitzengeblieben&#8221; sein. Warum? Weil Staatsverträge im Ganzen abgestimmt werden.<br />
Köfer hat vielleicht seine Faust in der Tasche geballt, aber mit Sicherheit dem ESM zugestimmt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>By: Livia</title>
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		<dc:creator>Livia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 09:47:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Danke, Herr Reimon. Das Problem des Journalismus heute ist schlicht und einfach Einsparungen und damit Personalmangel. Die Herausgeber legen keinen Wert auf gute Berichterstattung, sondern schielen nur nach Gewinnen und engagieren ergo entweder hauptsächlich ahnunglose PraktikantInnen (die anstatt zu lernen, Pressemeldungen abtippen) oder haben dort, wo vor 20 Jahren noch 10 RedakteurInnen saßen heute 3, die aber die gleiche Arbeit machen sollen wie ehemals die zehn. Dazu kommt der enorme Zeitdruck durch das Medium Internet, das auch gleich dafür sorgt, dass die Meldung von heute eh morgen schon wieder Schnee von Gestern ist. Slow Food wurde schon (wieder) entdeckt. Slow News mit entsprechend fundierter Recherche bräuchten dringend eine Wiederentdeckung. Um das zu Ändern, bräuchte es wohl einen Aufstand der LeserInnen. Aber mit den Aufständen haben wir alle es ja nicht so sehr.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, Herr Reimon. Das Problem des Journalismus heute ist schlicht und einfach Einsparungen und damit Personalmangel. Die Herausgeber legen keinen Wert auf gute Berichterstattung, sondern schielen nur nach Gewinnen und engagieren ergo entweder hauptsächlich ahnunglose PraktikantInnen (die anstatt zu lernen, Pressemeldungen abtippen) oder haben dort, wo vor 20 Jahren noch 10 RedakteurInnen saßen heute 3, die aber die gleiche Arbeit machen sollen wie ehemals die zehn. Dazu kommt der enorme Zeitdruck durch das Medium Internet, das auch gleich dafür sorgt, dass die Meldung von heute eh morgen schon wieder Schnee von Gestern ist. Slow Food wurde schon (wieder) entdeckt. Slow News mit entsprechend fundierter Recherche bräuchten dringend eine Wiederentdeckung. Um das zu Ändern, bräuchte es wohl einen Aufstand der LeserInnen. Aber mit den Aufständen haben wir alle es ja nicht so sehr.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>By: Tobias</title>
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		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 06:28:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Genau so ist es: Die mangelnde Recherche ist DAS Problem des österreichischen Journalismus, vielleicht auch des gesamten Staates. Und auch der Huftier-Vergleich ist zum Heulen wahr...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genau so ist es: Die mangelnde Recherche ist DAS Problem des österreichischen Journalismus, vielleicht auch des gesamten Staates. Und auch der Huftier-Vergleich ist zum Heulen wahr&#8230;</p>
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		<title>By: Dominik</title>
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		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 06:27:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sehr gut aufgearbeitet und auf die Missstände im Ö Journalismus hingewiesen. Das ist überhaupt einer der ganz großen Schwachpunkte in Ö - man mag sich nicht gegenseitig weh tun. Diese falsch verstandene vermeintliche Höflichkeit und Harmoniesüchtigkeit führt zu einer Wischi-Waschi Haltung, die sich eben nicht nur durch die Politik sondern durch die ganze Gesellschaft zieht.

Einen Grund dafür sehe ich vor allem in der unsäglichen sog. &quot;Wirtschafts- und Sozialpartnerschaft&quot;. Sie hat dafür gesorgt, dass über die Köpfer vieler hinweg sich in kleinen Hinterzimmern was &quot;ausgeschnappst&quot; wird. So wurde den Menschen die Möglichkeit genommen, ihre Forderungen auf die Straße zu bringen und sich aktiv für eigene Belange einzusetzen. Dieses Fehlen konstruktiver Konflikte führte allmählich zu einer &quot;mir egal&quot; Haltung, die europaweit sicherlich Ihresgleichen sucht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr gut aufgearbeitet und auf die Missstände im Ö Journalismus hingewiesen. Das ist überhaupt einer der ganz großen Schwachpunkte in Ö &#8211; man mag sich nicht gegenseitig weh tun. Diese falsch verstandene vermeintliche Höflichkeit und Harmoniesüchtigkeit führt zu einer Wischi-Waschi Haltung, die sich eben nicht nur durch die Politik sondern durch die ganze Gesellschaft zieht.</p>
<p>Einen Grund dafür sehe ich vor allem in der unsäglichen sog. &#8220;Wirtschafts- und Sozialpartnerschaft&#8221;. Sie hat dafür gesorgt, dass über die Köpfer vieler hinweg sich in kleinen Hinterzimmern was &#8220;ausgeschnappst&#8221; wird. So wurde den Menschen die Möglichkeit genommen, ihre Forderungen auf die Straße zu bringen und sich aktiv für eigene Belange einzusetzen. Dieses Fehlen konstruktiver Konflikte führte allmählich zu einer &#8220;mir egal&#8221; Haltung, die europaweit sicherlich Ihresgleichen sucht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: rebo</title>
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		<dc:creator>rebo</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 04:47:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[und wo blieb der Aufschrei der anderen 182 Abgeordneten zum NR? _die_ sollten doch auch etwas mitbekommen haben? Oder gilt hier das Strassersche Prinzip, dass alle ebensofaul sind?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>und wo blieb der Aufschrei der anderen 182 Abgeordneten zum NR? _die_ sollten doch auch etwas mitbekommen haben? Oder gilt hier das Strassersche Prinzip, dass alle ebensofaul sind?</p>
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	<item>
		<title>By: Frobin</title>
		<link>http://www.reimon.net/2012/08/20/journalistische-qualitat-in-osterreich-janein-oder-doch-enthaltung/comment-page-1/#comment-15953</link>
		<dc:creator>Frobin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 22:38:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hervorragend! Nur die Frage ist, ob sich der Vorwurf (und das ist es ja schon irgendwie - ein Vorwurf an die unkritischen Redakteure in Österreichs Redaktionen ... oder habe ich das falsch verstanden?) nicht an die Falschen richtet? Ist das (unbestrittene und viel zu wenig thematisierte Problem!) ein individuelles Problem der unkritischen Redakteure oder vielmehr ein systematisches Problem von Medien mit journalistischem Anspruch, die aber leider als Unternehmen organisiert sind (die letztlich betriebswirtschaftlich arbeiten und profitorientiert sind) ... also sparen wollen/müssen bei allen möglichen Kosten ... vor allem beim Personal (nicht nur Lektoren, sondern eben auch fachlich fundierte Redakteure). Ein Redakteur  - von Beginn als Volontär - wird zwar darauf hingewiesen, dass Qualität und Rechereche das Wichtigste sind, aber im Alltag und in der tatsächlichen Prioritätensetzung merkt er schnell: wirklich wichtig ist, dass du schnell möglichst viele Stories mit möglichst geringem Zeitaufwand machst und diese Stories so schnell wie möglich online stellt oder ablieferst und dann wieder weiter zu nächsten Berichterstattung gehst. Quantität vor Qualität. Immer weniger Redakteure sollen dieselbe Qualität für immer weniger Geld liefern. Schnell. schnell, ruckizucki. Da bleibt einfach keine Zeit für Rechereche ... vor allem bei solchen tagesaktuellen Berichten (bei Reportagen im Magazinstil natürlich schon ... aber die eigentlich wichtigen sind doch die tagesaktuellen Sachen, oder?).

Ich sehe es jedenfalls als Systemproblem. Und dann stellt sich die Frage ... was ist von der Politik (nicht von den Medien!) zu machen, um dieses System zu ändern?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hervorragend! Nur die Frage ist, ob sich der Vorwurf (und das ist es ja schon irgendwie &#8211; ein Vorwurf an die unkritischen Redakteure in Österreichs Redaktionen &#8230; oder habe ich das falsch verstanden?) nicht an die Falschen richtet? Ist das (unbestrittene und viel zu wenig thematisierte Problem!) ein individuelles Problem der unkritischen Redakteure oder vielmehr ein systematisches Problem von Medien mit journalistischem Anspruch, die aber leider als Unternehmen organisiert sind (die letztlich betriebswirtschaftlich arbeiten und profitorientiert sind) &#8230; also sparen wollen/müssen bei allen möglichen Kosten &#8230; vor allem beim Personal (nicht nur Lektoren, sondern eben auch fachlich fundierte Redakteure). Ein Redakteur  &#8211; von Beginn als Volontär &#8211; wird zwar darauf hingewiesen, dass Qualität und Rechereche das Wichtigste sind, aber im Alltag und in der tatsächlichen Prioritätensetzung merkt er schnell: wirklich wichtig ist, dass du schnell möglichst viele Stories mit möglichst geringem Zeitaufwand machst und diese Stories so schnell wie möglich online stellt oder ablieferst und dann wieder weiter zu nächsten Berichterstattung gehst. Quantität vor Qualität. Immer weniger Redakteure sollen dieselbe Qualität für immer weniger Geld liefern. Schnell. schnell, ruckizucki. Da bleibt einfach keine Zeit für Rechereche &#8230; vor allem bei solchen tagesaktuellen Berichten (bei Reportagen im Magazinstil natürlich schon &#8230; aber die eigentlich wichtigen sind doch die tagesaktuellen Sachen, oder?).</p>
<p>Ich sehe es jedenfalls als Systemproblem. Und dann stellt sich die Frage &#8230; was ist von der Politik (nicht von den Medien!) zu machen, um dieses System zu ändern?</p>
]]></content:encoded>
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