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	<title>Comments on: Medienökonomie: Wovon man im digitalen Zeitalter noch leben kann</title>
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	<description>Ich schreibe über Politik.</description>
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		<title>By: Thomas Höhne</title>
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		<dc:creator>Thomas Höhne</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2012 10:10:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[1. Ein armer &quot;einziger Kreativer auf einem Podium mit sechs Industrievertretern&quot;? Ich glaube, dass Noll sich nicht als &quot;Industrievertreter&quot; versteht, und ich selbst bin dort  Moderator und habe überhaupt keine Interessen zu vertreten. 
2. Sich gleich vorweg zum &quot;Krokodil&quot; zu stilisieren, ist ein guter taktischer Einstieg - aber wer weiß? Vielleicht gelingt es Ihnen ja, die &quot;Industrievertreter&quot; zu &quot;Krokodilen&quot; zu machen?
3. Der Vergleich mit dem Öl ist etwas eigenartig: Denn kein Mensch bräuchte mehr das Öl (und auch nicht die Atomenergie) - jedenfalls nicht zur Energiegewinnung - wäre die Bereitstellung von Energie nicht in den Händen einiger übermächtiger Konzerne, die der Politik seit Jahrzehnten die Energiepolitik aus der Hand nehmen. Oder ist genau das gemeint?
4. Die Fokussierung der Diskussion auf die Millionen Jugendlicher, die alle gern produzieren würden, aber von der Industrie, die auf ihren Privilegien sitzt, daran gehindert wird, führt zu Schlüssen, die (jedenfalls nach herkömmlicher Anschauung) dem Thema nicht gerecht werden: Der große Roman, den ich lesen will, wird nicht von Millionen Jugendlicher geschrieben, Filmproduktionen brauchen viel Geld (das schon zu Beginn da sein muss), Theater-, Operproduktionen, Kompositionen für große Orchester und Bigbands - wie wird das alles finanziert? Ich weiß es nicht, und das Fortschreiben der alten Modelle überzeugt nicht. Aber vielleicht sind wir schon dabei, uns von der vertrauten Figur des Genie-Autors und allen anderen Erscheinungen der klassischen Kultur zu verabschieden, wie wir uns auch von Meyers Lexikon verabschiedet haben, und bei Wikipedia suchen. Vielleicht wird die klare Aufteilung in die wenigen Kulturproduzenten und die vielen passiven Konsumenten nur eine Phase in der menschlichen Entwicklung gewesen sein. Und vielleicht sind wir mitten in der Zeit des Umbruchs, in der das Alte ums Überleben kämpft und das Neue noch nicht klar genug sichtbar ist ... Auch der Buchdruck galt einmal als Werk des Teufels.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1. Ein armer &#8220;einziger Kreativer auf einem Podium mit sechs Industrievertretern&#8221;? Ich glaube, dass Noll sich nicht als &#8220;Industrievertreter&#8221; versteht, und ich selbst bin dort  Moderator und habe überhaupt keine Interessen zu vertreten.<br />
2. Sich gleich vorweg zum &#8220;Krokodil&#8221; zu stilisieren, ist ein guter taktischer Einstieg &#8211; aber wer weiß? Vielleicht gelingt es Ihnen ja, die &#8220;Industrievertreter&#8221; zu &#8220;Krokodilen&#8221; zu machen?<br />
3. Der Vergleich mit dem Öl ist etwas eigenartig: Denn kein Mensch bräuchte mehr das Öl (und auch nicht die Atomenergie) &#8211; jedenfalls nicht zur Energiegewinnung &#8211; wäre die Bereitstellung von Energie nicht in den Händen einiger übermächtiger Konzerne, die der Politik seit Jahrzehnten die Energiepolitik aus der Hand nehmen. Oder ist genau das gemeint?<br />
4. Die Fokussierung der Diskussion auf die Millionen Jugendlicher, die alle gern produzieren würden, aber von der Industrie, die auf ihren Privilegien sitzt, daran gehindert wird, führt zu Schlüssen, die (jedenfalls nach herkömmlicher Anschauung) dem Thema nicht gerecht werden: Der große Roman, den ich lesen will, wird nicht von Millionen Jugendlicher geschrieben, Filmproduktionen brauchen viel Geld (das schon zu Beginn da sein muss), Theater-, Operproduktionen, Kompositionen für große Orchester und Bigbands &#8211; wie wird das alles finanziert? Ich weiß es nicht, und das Fortschreiben der alten Modelle überzeugt nicht. Aber vielleicht sind wir schon dabei, uns von der vertrauten Figur des Genie-Autors und allen anderen Erscheinungen der klassischen Kultur zu verabschieden, wie wir uns auch von Meyers Lexikon verabschiedet haben, und bei Wikipedia suchen. Vielleicht wird die klare Aufteilung in die wenigen Kulturproduzenten und die vielen passiven Konsumenten nur eine Phase in der menschlichen Entwicklung gewesen sein. Und vielleicht sind wir mitten in der Zeit des Umbruchs, in der das Alte ums Überleben kämpft und das Neue noch nicht klar genug sichtbar ist &#8230; Auch der Buchdruck galt einmal als Werk des Teufels.</p>
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		<title>By: Christian Spanik</title>
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		<dc:creator>Christian Spanik</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2012 10:27:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Super geschrieben. Ich stimme auch den Gedanken zu. Aus Sicht der schreibenden Zunft: zwei Dinge sind für mich auch klar. Erstens - ich kenne mehr Autoren die einfach nicht in der Lage sind öffentlich aufzutreten, als solche die sich hier gut behaupten. Trotzdem schreiben sie kluge Bücher oder Artikel. Es wird sich ein Weg finden müssen, diese zu entlohnen, wenn uns ihre Gedanken (und nicht ihre Show oder das öffentliche Auftreten) wichtig sind. Auch ich verdiene mehr mit öffentlichen Events und Moderationen als mit Büchern und Texten. Aber da habe ich einfach Glück gehabt. Zum zweiten: Nachrichten oder Texte an sich sind es nicht, die wir bezahlen sollten. Sie sind auch - wie beschrieben - nicht knapp. Sondern ein Service - von der guten Auswahl bis hin zur guten Analyse oder der überraschenden Sichtweise - das ist Kreativität und auch Qualität. Das Problem der &quot;Schützer&quot; ist glaube ich, dass sie lange Jahre in der glükclichen Lage waren, Allgemeinplätze als Qualität zu verkaufen. Da denke ich besonders an die Verlage oder auch Zeitungen. Einfach weil sie den Namen hatten und zum Beispiel in ihren Regionen oder Fach-Gebieten die Platzhirsche waren. Also kamen da Autoren hin, die dort veröffentlichen wollten. Manche hatten die Qualität, viele nicht. Aber der Wunsch - über das adelnde Label des Verlages - auch den Allgemeinplatz hochzuheben, gab die Chance mehr Geld zu verdienen. Für alle. Das ist heute in einer selbst publizierenden Welt natürlich anders. Insofern denke ich sehr wohl darüber nach bestimmte Produkte (EBooks, Apps) zu kaufen und zu bezahlen, wenn ich von ihrer Besonderheit überzeugt bin. Aber das ist dann auch nur meine Auswahl - und ob das für viele andere auch so ist, entscheidet über Massenerfolg. Aber wie gesagt - auch wenn ich nun redundant werde - wenn man lange Jahre in einem sicheren Hafen war und behaupten konnte, das sind des Kaisers neue Kleider, dann kommt halt irgendwann der Moment wo einer sagt: &quot;Äh - der Kaiser ist nackt...&quot; Und so eine Erkenntnis hat Konsequenzen, denke ich. Uui - jetzt bin ich lang geworden. Na - macht nix. Liest vermutlich eh keiner, weil es ja auch nix neues ist. ;-)) Danke nochmal für den Text da oben und danke an Stefan fürs teilen...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Super geschrieben. Ich stimme auch den Gedanken zu. Aus Sicht der schreibenden Zunft: zwei Dinge sind für mich auch klar. Erstens &#8211; ich kenne mehr Autoren die einfach nicht in der Lage sind öffentlich aufzutreten, als solche die sich hier gut behaupten. Trotzdem schreiben sie kluge Bücher oder Artikel. Es wird sich ein Weg finden müssen, diese zu entlohnen, wenn uns ihre Gedanken (und nicht ihre Show oder das öffentliche Auftreten) wichtig sind. Auch ich verdiene mehr mit öffentlichen Events und Moderationen als mit Büchern und Texten. Aber da habe ich einfach Glück gehabt. Zum zweiten: Nachrichten oder Texte an sich sind es nicht, die wir bezahlen sollten. Sie sind auch &#8211; wie beschrieben &#8211; nicht knapp. Sondern ein Service &#8211; von der guten Auswahl bis hin zur guten Analyse oder der überraschenden Sichtweise &#8211; das ist Kreativität und auch Qualität. Das Problem der &#8220;Schützer&#8221; ist glaube ich, dass sie lange Jahre in der glükclichen Lage waren, Allgemeinplätze als Qualität zu verkaufen. Da denke ich besonders an die Verlage oder auch Zeitungen. Einfach weil sie den Namen hatten und zum Beispiel in ihren Regionen oder Fach-Gebieten die Platzhirsche waren. Also kamen da Autoren hin, die dort veröffentlichen wollten. Manche hatten die Qualität, viele nicht. Aber der Wunsch &#8211; über das adelnde Label des Verlages &#8211; auch den Allgemeinplatz hochzuheben, gab die Chance mehr Geld zu verdienen. Für alle. Das ist heute in einer selbst publizierenden Welt natürlich anders. Insofern denke ich sehr wohl darüber nach bestimmte Produkte (EBooks, Apps) zu kaufen und zu bezahlen, wenn ich von ihrer Besonderheit überzeugt bin. Aber das ist dann auch nur meine Auswahl &#8211; und ob das für viele andere auch so ist, entscheidet über Massenerfolg. Aber wie gesagt &#8211; auch wenn ich nun redundant werde &#8211; wenn man lange Jahre in einem sicheren Hafen war und behaupten konnte, das sind des Kaisers neue Kleider, dann kommt halt irgendwann der Moment wo einer sagt: &#8220;Äh &#8211; der Kaiser ist nackt&#8230;&#8221; Und so eine Erkenntnis hat Konsequenzen, denke ich. Uui &#8211; jetzt bin ich lang geworden. Na &#8211; macht nix. Liest vermutlich eh keiner, weil es ja auch nix neues ist. <img src='http://www.reimon.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) Danke nochmal für den Text da oben und danke an Stefan fürs teilen&#8230;</p>
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		<title>By: Stephan Goldmann</title>
		<link>http://www.reimon.net/2012/08/28/medienokonomie-geistiges-eigentum-ist-nicht-das-ol-der-zukunft/comment-page-1/#comment-15971</link>
		<dc:creator>Stephan Goldmann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2012 15:02:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Alles ist sicher nicht neu. Aber es ist brillant und verständlich zusammengefasst. Danke dafür!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Alles ist sicher nicht neu. Aber es ist brillant und verständlich zusammengefasst. Danke dafür!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Walter Groebchen</title>
		<link>http://www.reimon.net/2012/08/28/medienokonomie-geistiges-eigentum-ist-nicht-das-ol-der-zukunft/comment-page-1/#comment-15970</link>
		<dc:creator>Walter Groebchen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Aug 2012 13:34:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[http://groebchen.wordpress.com/2009/10/08/immer-mehr-meerschweinchen/]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://groebchen.wordpress.com/2009/10/08/immer-mehr-meerschweinchen/" rel="nofollow">http://groebchen.wordpress.com/2009/10/08/immer-mehr-meerschweinchen/</a></p>
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	<item>
		<title>By: Roland Giersig (@RolandGiersig)</title>
		<link>http://www.reimon.net/2012/08/28/medienokonomie-geistiges-eigentum-ist-nicht-das-ol-der-zukunft/comment-page-1/#comment-15969</link>
		<dc:creator>Roland Giersig (@RolandGiersig)</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Aug 2012 13:22:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auf den Medientagen am 26.9. in der wiener Stadthalle. Hab den Link übersehen... :-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den Medientagen am 26.9. in der wiener Stadthalle. Hab den Link übersehen&#8230; <img src='http://www.reimon.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>By: Roland Giersig (@RolandGiersig)</title>
		<link>http://www.reimon.net/2012/08/28/medienokonomie-geistiges-eigentum-ist-nicht-das-ol-der-zukunft/comment-page-1/#comment-15968</link>
		<dc:creator>Roland Giersig (@RolandGiersig)</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Aug 2012 13:15:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://reimon.net/?p=1057#comment-15968</guid>
		<description><![CDATA[Pfau, superbe Analyse, großartig formuliert. Entspricht genau meiner Sicht der Dinge. Um viel Geld verkaufen kann man nur etwas, was selten ist (wohlgemerkt, das macht es noch nicht wertvoll). Und schaut man sich an, welche Firmen mit Musikverkauf im Internet erfolgreich sind, dann sind es jene, die es als Service ansehen.

Wann und wo ist die Podiumsdiskussion? Die würd ich mir gerne live geben... :-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Pfau, superbe Analyse, großartig formuliert. Entspricht genau meiner Sicht der Dinge. Um viel Geld verkaufen kann man nur etwas, was selten ist (wohlgemerkt, das macht es noch nicht wertvoll). Und schaut man sich an, welche Firmen mit Musikverkauf im Internet erfolgreich sind, dann sind es jene, die es als Service ansehen.</p>
<p>Wann und wo ist die Podiumsdiskussion? Die würd ich mir gerne live geben&#8230; <img src='http://www.reimon.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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