Die Salzburger ÖVP-EP-Abgeordnete Claudia Schmidt ist Berichterstatterin für den Europäischen Entwicklungsfonds für Afrika und hat gestern eine rassistische Tirade über AfrikanerInnen geschrieben, bei der einem schlecht wird.

Es überrascht mich nicht, Schmidt ist in mehreren Situationen als brave Mitläuferin der FPÖ aufgefallen, Ausländerfeindlichkeit ist für sie gute bürgerliche Politik.

Sie schreibt zum Beispiel: „Wenn wir aber unsere Gesellschaft so wie sie ist bewahren wollen, dann können wir keine Einwanderung aus Afrika zulassen. Es ist kindlich naiv zu glauben, dass ausgerechnet diejenigen Menschen, deren Kulturen nichts anderes produzieren als Leid, Verfolgung, Unterdrückung und Perspektivenlosigkeit einen positiven Beitrag für Europa leisten können. Afrikaner wollen nicht wie wir Europäer denken und arbeiten, aber gerne wie wir Europäer leben.“

Das ist blanker Rassismus. Von Delegationsleiter Othmar Karas gibts noch keine Stellungnahme, aber ich vermute, ihm ist beim Lesen der Kopf so auf die Tischplatte gekracht, dass er sich noch nicht erholt hat.

Vom VP-Parteichef gibts auch noch keine Stellungnahme, aber der packelt ja mit Leuten die so denken ein Regierungsprogramm aus, also egal.

Aber: Eine Person, die solche rassistischen Pamphlete schreibt, sollte nicht für das Europäische Parlament den Entwicklungsfonds für Afrika betreuen. Ich werde den Fraktionsvorsitzenden der EPP, Manfred Weber, um eine Stellungnahme aus christlich-sozialer Sicht bitten und darum, Claudia Schmidt von allen entwicklungspolitischen Programmen abzuziehen. Wenn das nicht geschieht, rede ich mit den anderen Fraktionen, um eine Mehrheit dafür herzustellen, dass sie solche Programme nicht mehr übertragen bekommt.

Veröffentlicht von Michel Reimon