Die letzten beiden Tage standen ziemlich intensiv im Zeichen der Situation im Nahen Osten: einige Treffen mit NGOs, zwei Hearings zur Situation in Kurdistan, eine Resolution des EP vorbereiten… Allerdings ist mir Papier zu geduldig. Eh alles wichtig, aber Resolutionen retten niemanden.

Im November treffen sich Europas Grüne in Istanbul zum jährlichen Kongress, ich werde mich für einen Tag absentieren und mit „Brot für die Welt“ Hilfsprojekte an der syrischen Grenze besuchen.

Vor allem werde ich mir ansehen, wie für die Kinder Bildungsprojekte organisiert bzw wie sie in das Schulsystem integriert werden. Mehrere Millionen Flüchtlinge sind ja schon seit Monaten oder Jahren in den Nachbarländern Syriens und des Iraks – und werden das auch noch einige Zeit bleiben. Ich glaube, das es mittelfristig ein lohnendes Projekt ist, den Kindern in den Lagern Zugang zu Schulen zu ermöglichen. Das scheint mir auf so vielen Ebenen richtig zu sein: für ihre eigenen Chancen, für die Zukunft der Länder, als Prävention gegen Hoffnungslosigkeit und daraus folgende Radikalisierung usw, usf… Dazu möchte ich mir ein paar praktische Beispiele ansehen.

2015 hat die EU zum „Jahr der Entwicklung“ ausgerufen, vielleicht gelingt es ja, da was auf die Beine zu stellen… Ganz konkret hab ichs noch nicht, die Idee keimt erst zart, auch dafür dient diese und evtl weitere Recherche-Reisen. Der Betrieb von Schulen muss sicher vor Ort erfolgen und organisiert werden und es gilt zu klären, wie wir da aus Europa – und Österreich insbesondere – einen sinnvollen Beitrag leisten können.

Updates folgen…

Veröffentlicht von Michel Reimon