Außenministerin Kneissl sollte Teilnahme an PR-Symposium zum Vernichtungslager Sobibor absagen

Brüssel/Wien (OTS) – Die FPÖ lädt morgen zu einem Symposium zum Thema „Sobibor – die Unzerbrechlichkeit der Zerbrechlichen“ ein. Mit eingeladen sind Funktionäre von Putin-treuen patriotischen Organisationen wie „Die unsterblichen Brigaden Russlands“ und die „Russische Geschichte des Vaterlands-Stiftung“, sowie der FPÖ-Likud-Kontaktmann Michael Kleiner.

Michel Reimon, Europaabgeordneter und Co-Delegationsleiter der Grünen, sagt: “Tägliche Einzelfälle ohne Konsequenzen, Nazi-Liederbuch-Skandale, Zerschlagung des Verfassungsschutzes – in Österreich regiert mit der FPÖ eine rechtsextreme Partei. Diese braune Flecken sind nicht durch ein Symposium über das Vernichtungslager Sobibor reinzuwaschen, schon gar nicht, wenn Holocaust-Gedenken zur parteipolitischen Freundschaftspflege mit Wladimir Putin missbraucht wird. Dieses Symposium ist keine Gedenkveranstaltung – es ist eine Verhöhnung der Opfer des Holocaustes. Dass die angeblich parteiunabhängige Außenministerin Karin Kneissl die Eröffnungsrede auf diesem Parteievent halten will, ist mit ihrem Amt nicht vereinbar. Sie sollte ihre Rede absagen.“

Veröffentlicht von Inge Chen

Pressesprecherin