… und was ich sehe, ist Folklore und Arbeitskampf-Romantik. Und sanfte Witze der Wirtschaftskammer. Warum? Weil die Realwirtschaft nicht mehr der Kampfplatz der Gesellschaft ist. Es geht nicht mehr um ArbeitgeberInnen gegen ArbeitnehmerInnen, die sitzen schon längst in einem Boot und sind als kleine Selbständige oft beides gleichzeitig.

Die alte Linke tut immer noch so, als könnte sie mit Streiks und roten Fahnen und organisierten Massen Druck ausüben, als könnte sie verhandeln und damit drohen, Übereinkünfte aufzukündigen. Und die Wirtschaftskammer spielt mit, damit sie im Spiel bleibt.

Dabei wurde der Gesellschaftsvertrag der kapitalistischen Demokratien längst gekündigt: Nicht von den ArbeiterInnen, nicht von den UnternehmerInnen, sondern von den InvestorInnen und AnlegerInnen, vom flüchtigen Kapital.

Freundschaft!

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PS: Und deshalb bleibt das von den Massen: Ein verkleinerter Rathausplatz. (Foto getwittert von Michael Jungwirth)

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Veröffentlicht von Michel Reimon