Mobilfunker verzerren europäischen Wettbewerb auf Kosten der KonsumentInnen

Brüssel –In Österreich sind die Handytarife nach der Übernahme von Orange durch „3“ bis zu 90% gestiegen. Auch in Großbritannien prüft die EU-Kommission gerade den geplanten Zusammenschluss zwischen den Anbietern Hutchison und O2/Telefonica. Auch hier befürchtet man, dass es zu dramatischen Preisanstiegen und Wettbewerbsverzerrungen wie in Österreich kommen wird.

Michel Reimon, EU-Abgeordneter und Wettbewerbssprecher der Grünen kommentiert:

„Solche Wettbewerbsverzerrungen treffen vor allem die einzelnen VerbraucherInnen und kleine Unternehmen, die nicht mit den Großen konkurrieren können.“

Im Herbst legt die Kommission ihre Vorschläge für den Telekomsektor vor:

„Wir brauchen einen voll funktionierenden europäischen Telekommarkt für die VerbraucherInnen, nicht für Telekomkonzerne. Gerade laufen wir Gefahr, dass der gesamte Telekomsektor nur zugunsten der Industrie ausgelegt wird.  Die Kommission plant Gesetzesvorschläge, die tendenziell Großkonzernen Vorteile verschaffen, und die KonsumentInnen auf der Strecke bleiben. Das betrifft alle Bereiche von Roaming-Gebühren bis Netzneutralität und Netzausbau. Die Industrie-Lobby übt starken Einfluss auf die Kommission aus, Digitalkommissar Günther Oettinger steht dabei ganz in ihrem Dienste“, fügt Reimon hinzu.

Veröffentlicht von Inge Chen

Pressesprecherin