Stell dir vor, du wirst Zeuge oder Zeugin eines Verbrechen. Bist aber gesetzlich verpflichtet, zuerst mit den Tätern das Gespräch zu suchen und neun Monate warten, bis du den Fall überhaupt publik machen darfst. Absurd! 90-97% der Whistleblower berichtet sowieso zuerst intern, bevor sie in die Öffentlichkeit treten. So werden ihnen Steine in de Weg gelegt. Dabei brauchen wir sie aber dringend, um Korruption und Machtmissbrauch inmitten unserer Gesellschaft aufzudecken – denken wir nur an #Luxleaks, Panama Papers oder den Facebook–Cambridge Analytica Daten-Skandal. Damit sie und Journalist*innen ihre Arbeit tun können, ohne gesetzlich verfolgt zu werden, müssen wir sie schützen.
Am Dienstag haben wir die einzigartige Chance dafür, wenn das Europaparlament den ersten europäischen Gesetzesentwurf zum Schutz von Whistleblowern abstimmt. Wir werden für einen echten Whistleblowerschutz kämpfen!

Veröffentlicht von Michel Reimon