Kommission opfert EU-Standards zugunsten von TTIP

Brüssel – Ein neuer Greenpeace-Bericht zeigt auf, dass die EU-Kommission nach intensivem Lobbying der USA ein Gutachten zu genmanipulierten Organismen zurückgezogen hat. Das Gutachten hätte bestätigt, dass Organismen, die mit neuen Genmanipulationstechniken verändert wurden, unter das Gentechnik-Gesetz der EU fallen. Damit könnten sie nur unter strengen Auflagen zugelassen werden. Mit der Unterdrückung des Gutachtens sollen die TTIP-Verhandlungen mit den USA erleichtern.

„Die Kommission stärkt damit Lobbys, die Gentechnik in Europa zulassen wollen. Die Agrarindustrie sieht TTIP als jenen Hebel, mit dem sie Gentechnik in ganz Europa zu verbreiten kann und die Kommission unterstützt sie dabei“, sagt Michel Reimon, EU-Abgeordneter der Grünen.

Wieder zeigt sich, dass über TTIP europäische Standards im Bereich Umwelt und Lebensmittel zugunsten von Monsanto & Co. untergraben werden sollen.

„Die EU-Kommission nimmt in Kauf, dass europäische Standards zugunsten von TTIP  ausgehöhlt werden. Genmanipulierte Organismen müssen in den USA nicht einmal in Supermärkten deklariert werden – VerbraucherInnen  tappen völlig im Dunkeln über die Herkunft ihrer Lebensmittel. Die Kommission darf nicht die Gesundheit der EuropäerInnen für TTIP eintauschen. Genmanipulierte Organismen gehören streng kontrolliert“, so Reimon.

 

Den Greenpeace Bericht finden Sie hier:

http://www.genewatch.org/uploads/f03c6d66a9b354535738483c1c3d49e4/20160421_BR_US_lobbying_on_new_GMOs_FINAL.pdf

Veröffentlicht von Inge Chen

Pressesprecherin